Essen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den Ausbau der ehemaligen Bahntrasse zwischen dem Schölerpad in Altendorf und dem Bahnhof Borbeck zum Rad- und Wanderweg abgeschlossen. Der rund zwei Kilometer lange Abzweig der „Rheinischen Bahn“ verbindet jetzt die beiden Stadtteile Altendorf und Borbeck mit der Essener Innenstadt. Gefördert wurde die Maßnahme im Rahmen des Bund-Länder Programms „Soziale Stadt - Essen-Altendorf“.

Oberbürgermeister Reinhard Paß, RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow, Essens Umweltdezernentin Simone Raskob und Jürgen Becker vom Kultur Historischen Verein Borbeck haben die Strecke heute (31. August) offiziell „in Betrieb genommen“. Die Eröffnung wurde begleitet durch ein Festprogramm mit Trial-Show, Musik, Infoständen sowie Kaffee und Kuchen.

Bevor die eigentlichen Wegearbeiten begannen, wurden der Durchlass des Borbecker Mühlenbaches an der Wüstenhöfer Straße sowie die Brücken Wüstenhöfer Straße und Kampstraße saniert. Die neuen Brücken entsprechen in der Farbgebung denen der Rheinischen Bahn. Der Brückenkörper ist anthrazit, die Geländer rubinrot gestrichen.

Der 3,50 Meter breite Weg ist mit einer wassergebundenen Decke versehen. Über Rampen an der Wüstenhöfer Straße, der Kampstraße sowie am Bahnhof Borbeck können Radfahrer auf die Trasse gelangen. Ebenerdige Zugänge gibt es am Gymnasium Borbeck sowie am Pflegeheim.

Den ersten, 900 Meter langen Abschnitt hat der RVR für den Ausbau erworben. Die übrige Trasse, die bis zum Bahnhof Borbeck parallel zum Bahnbetrieb verläuft, verbleibt im Eigentum der Deutschen Bahn, die die Nutzung als Rad- und Fußweg gestattet. Die Stadt Essen übernimmt nach Fertigstellung die Verkehrssicherungspflicht für die neue Strecke.

Die Kosten für die Baumaßnahme beliefen sich auf 1,25 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Projekt zu 90 Prozent im Rahmen der Städtebauförderung finanziell unterstützt. Die verbleibenden 10 Prozent sind Eigenmittel des RVR.

Rheinische Bahn - Regionale Radstrecke durch den Westen der Metropole Ruhr


Der Regionalverband Ruhr baut die ehemalige Güterbahntrasse „Rheinische Bahn“ Schritt für Schritt zu einem 21 Kilometer langen Rad- und Wanderweg vom Essener Universitätsgelände bis zum Rheinpark in Duisburg aus. Der erste Abschnitt von der Segeroth-straße in Essen bis zur Mülheimer Stadtgrenze ist bereits im Juni 2010 eröffnet worden. In Kürze wird der Anschluss an die Gruga-bahn realisiert. Der weitere Ausbau der Trasse von der Mülheimer Stadtgrenze zum Mülheimer Hauptbahnhof ist bis 2015 geplant.